Die Arbeit von uns Coaches, Therapeuten und Beratern besteht darin Veränderungsprozesse zu begleiten.

Der Wunsch nach Wachstum und Veränderung ist eine der Triebkräfte der Evolution und auch der Grund warum Klienten auf uns zukommen, damit wir sie bei einem solchen Changeprozess begleiten.

Doch es gibt eine weitere sehr starke Kraft, die diesem Prozess oft diametral entgegensteht. Das ist der starke Wunsch nach Sicherheit, Bindung und Kontinuität.
Und genau in diesem Spannungsfeld laufen unsere menschlichen Entwicklungen und Veränderungen ab.

 

Deshalb bedeutet die Feststellung eines Erfolgs am Ende eines Coachings oder Trainings noch nicht, dass dieser Erfolg auch langfristig gegeben ist.
Eine amerikanische Studie hierzu belegt, dass nur rund 23 % also nicht mal jeder Vierte diese angestrebte Änderung auch längerfristig verankern kann.

Veränderungsprozesse schaffen Widerstände

 

Dass dies geradezu normal ist bestätigen uns die neuesten Erkenntnisse der Psychologie genauso wie auch die Ergebnisse der Hirnforschung.
Denn Veränderungsprozesse schaffen Widerstände.

Zum Einen haben wir es mit Widerständen in unserem Umfeld zu tun, da wir nicht mehr wie gewohnt funktionieren und unsere Mitmenschen sich erst auf unser geändertes Verhalten einstellen müssen.

Zum Anderen haben wir es mit Widerständen in uns selbst zu tun, denn die oben angesprochene
Kraft nach Kontinuität und Sicherheit möchte so schnell als möglich zum Gewohnten zurückkehren.
So erhalten wir unsere Ich-Konsistenz („Ich bin wer ich bin“) und fühlen uns wohl. Unsere Psyche ist zufrieden und der Stress den ungewohntes auslöst ist damit wieder beseitigt.

 

Erkenntnisse aus der Forschung zum Changeprozess

 

 

Neben den psychischen Widerständen haben wir es mit Hindernissen auf der Hirnebene zu tun.
Solange wir uns in Routinen aufhalten schüttet das Gehirn Belohnungsstoffe aus. Befinden wir uns in Veränderungsprozessen verbraucht es dagegen große Mengen an Zucker und Sauerstoff.
Das bedeutet es widerspricht dem Ökonomieprinzip und soll so schnell als möglich wieder durch eine Routine ersetzt werden.

 

Diese Routinen werden durch dominante Verknüpfungen im Frontalhirn gesteuert und müssen eben durch neue Verknüpfungen ersetzt werden. Es handelt sich um starke neuronale Verbindungen, die automatisch und dominant unsere Art wahrzunehmen und zu handeln bestimmten.

 

Die Stärke wird maßgeblich bestimmt durch die Häufigkeit und Intention des Erlebten ( Freude, Leid, Frust ).
Erst wenn eine neue Erfahrung intensiv und dauerhaft genug erlebt wird kommt es zu einer nachhaltigen Veränderung und alte Routinen werden durch neue ersetzt. Dann haben wir es sozusagen geschafft, die Veränderung auch dauerhaft zu verankern.

 

75% der Klienten erleben nach dem Coachingprozess den „Jojo-Effekt

 

Machen wir uns diesen Prozess bewusst, dann wird schnell klar, warum über 75 % der Klienten nach Abschluss eines Coachings dem Jojo-Effekt erliegen.
Die wenigsten Klienten haben die Kraft gegen die besagten Widerstände die im Coaching gelernten und trainierten neuen Muster dauerhaft in Ihrem Alltag zu verankern.

 

Genau hier liegt nun die Chance für uns Coaches und Berater, unsere Dienste wesentlich erfolgreicher zu machen.
Zum einen sollte man den Klienten auf diese Hürden im Entwicklungsprozess aufmerksam machen, zum anderen können wir ihm für die Zeit nach der Live-Sitzung ( Coaching ) unsere Hilfe im Alltag ( Real-Life ) anbieten, diese Hürden zu überwinden.

 

Die Umsetzungsbegleitung ist der Schlüssel

Dazu dient das sogenannte Follow Up Coaching, sprich die Umsetzungsbegleitung.
Laut zu Beginn erwähnter Studie erhöht diese die Erfolgsquote des Coachings um 300%, das heißt wir haben mehr dauerhaft erfolgreiche Coachees, die sich positiv an uns erinnern, mehr Folgeaufträge und mehr Empfehlungen.
Und das beste: Unser Renommee wird gesteigert und Coaching wird nicht mehr nur als kurzfristige Veränderungsbegleitung wahrgenommen.

 

Dieser so wesentliche Teil des Coachings wird deshalb so oft vergessen, da hierfür eine sehr engmaschige Begleitung der Alltagserlebnisse notwendig ist.
Es geht hier weniger um ganze Sitzungen als vielmehr das Feedback zu bekommen, wie der Klient die Umsetzung im Alltag erlebt und wie ihm sein Umfeld dabei gegenüber steht.

 

Begleitroutinen entwickeln und integrieren

Deshalb müssen allerdings auch wir Coaches eine notwendige Veränderung in unseren Berufsalltag integrieren.
Dazu sollten wir zuerst den Coachee über den Prozess, der ihn erwartet aufklären und dann eine Begleitroutine für die Verankerung nach unserem
Coaching (beziehungsweise zwischen den Live Kontakten) bereitstellen.

 

Dort sollten wir uns dann entweder über ein Tagebuch oder in Form von Berichten von Alltagserlebnissen Feedback geben lassen. Und dann dabei helfen, dieses Feedback im Sinne der gewünschten Veränderung einzusortieren, um die notwendige Motivation und Freude des Klienten bei der Umsetzung hochzuhalten.

Diese Freude des Klienten wirkt zusätzlich als Bestätigung für Sie als Coach und gibt Ihnen weitere
Einblicke in die Veränderungsprozesse, die sie wiederum in ihren Berufsalltag einfließen lassen können.


Das eigene Buch zum Veränderungsprozess

Steuern Sie diese Umsetzungsbegleitung beispielsweise ganz automatisch über das Kommunikationstool CleverMemo, so schreiben Sie sozusagen gemeinsam mit dem Klienten das Buch dieses Entwicklungsprozesses.

Dieses dient dem Klienten und auch Ihnen selbst für perfekte Orientierung, zum Rekapitulieren und auch Justieren, sorgt für Klarheit und Motivation gleichzeitig.

 

Und das Beste: Es kann ganz einfach jederzeit an der Fortsetzung mit neuen Entwicklungsschritten gearbeitet werden.
Durch das Verankern dieses neuen Musters in Ihrem Coaching Alltag wird Ihr Coaching nicht nur erfolgreicher, sondern es entspricht neusten Erkenntnissen der Forschung in Bezug auf die Verankerung neuer Verhaltensweisen beim Menschen.

Außerdem wird es durch den Einsatz des Mediums Internet zusätzlich mobiler und moderner.
Es eröffnet Ihnen wie auch ihrem Klienten mehr zeitlichen und örtlichen Freiraum.

 

Die Zukunft gehört Ihnen, wenn…

Nach den Onlineshops wird auch der Beratungssektor mehr und mehr online abgewickelt.
Dienstleistungen werden nicht mehr durch die regionale Anwesenheit ausgewählt.
Ein Beispiel sind Steuerberater oder Anwälte, die in der Regel nicht mehr aufgrund örtlicher Nähe, sondern ihrer individuellen Kompetenz entsprechend beauftragt werden.

 

Durch das Internet können individuelle Bedürfnisse mit ebensolchen Angeboten wesentlich besser und effizienter zusammengebracht werden.
Der Wermutstropfen hierbei ist der von uns Dienstleistern geforderte Veränderungsprozess unser eigenes Angebot an diese Gegebenheiten anzupassen.
Doch wer sich diesem Changeprozess öffnet, dem bieten sich mannigfache Chancen und dem gehört die Zukunft.

Gerade uns Coaches als Fachleute für Veränderung sollte dies jedoch nicht allzu schwer fallen. 😉

 


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