Komfortzone verlassen – 4 effektive Strategien für Ihr Coaching, die es Klienten leichter machen

komfortzone-verlassen-coachingDie meiste Zeit unseres Lebens verweilen wir in unserer Komfortzone. Zu diesem Bereich gehören Lebensumstände und auch Beziehungen in denen wir uns auskennen, funktionieren, sowie sicher und geborgen fühlen. Beim Asiaten bestellen wir meist das gleiche Gericht. Auf dem Weg in die Arbeit nehmen wir immer dieselbe Bahn und beim morgendlichen Spaziergang mit dem Hund ist die Route stets identisch. Die Komfortzone ist der Bereich des geringsten Widerstandes in unserem Alltag. Sei es im Job, der Freizeit oder unserer Partnerschaft.

 

Da Coaching immer mit Veränderung, Entwicklung und persönlichem Wachstum zu tun hat, spielt die Komfortzone auch hier eine entscheidende Rolle.
Der Gegenpol zu unserer Komfortzone sind die Wünsche, Träume und Ziele, die wir ins Auge fassen und die Klienten mit Hilfe eines Coachings erreichen möchten. Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen dem Bedürfnis nach Sicherheit und dem Wunsch nach Wachstum.

Komfortzone verlassen – Nur so kann Wachstum stattfinden

So lange man jedoch starr in der Komfortzone bleibt kann kein Wachstum stattfinden. Um zu wachsen müssen wir das Nest der Geborgenheit verlassen, damit neue Erfahrungen und Erkenntnisse Teil unserer dann erweiterten Komfortzone werden können. Diese Erweiterung führt letztlich zu mehr Lebensqualität und Lebensfreude.

 

komfortzone-verlassen-coachingSeinen Ursprung hat die Komfortzone im limbischen System, einer bestimmten Region unseres Gehirns. Es bestimmt oftmals unser Handeln und ist darauf bedacht, uns das Gefühl von Sicherheit zu geben und unser Überleben zu gewährleisten. Im Laufe unserer Entwicklung lernt das limbische System Strategien, die funktionieren und bringt uns dazu, uns in einem bestimmten Rahmen zu bewegen.
Es sorgt also dafür, dass wir uns immer wieder so verhalten, wie wir uns bisher verhalten haben. Schließlich waren wir damit erfolgreich. Das limbische System kann nicht einschätzen, ob eine Veränderung wichtig genug ist um sie zu implementieren oder nicht. Aus diesem Grund strebt es Kontinuität an.

Bei den von uns begleiteten Coaching Prozessen ist das nicht anders. Veränderungen bringen mitunter die oben erwähnte Unsicherheit und Unwohlsein, das kontraproduktiv den Zielen entgegenwirkt. Durch die Entscheidung ein Coaching in Anspruch zu nehmen, haben Klienten jedoch bereits den ersten Schritt aus ihrer Komfortzone heraus gemacht.

 

Kleine Schritte – Große Erfolge

Auf dem Weg zur Zielerreichung wird der Klient während des Coaching Prozesses nun immer wieder auf die Probe gestellt, die eigene Komfortzone erst zu verlassen und sie in der Folge (hoffentlich) erfolgreich zu erweitern. Da die Wohlfühlzone etwas sehr Individuelles ist und Klienten zu Beginn oft selbst schwer einschätzen können wie leicht ihnen das Heraustreten fällt, empfiehlt es sich kleine Schritte zu gehen und Zwischenziele zu vereinbaren.

Nahe Ziele sind wichtig. Dadurch, dass sie leichter zu erreichen sind, werden Klienten schon zu Beginn in ihren Absichten bestärkt. Sie belohnen sich schnell selbst für das erfolgreiche Handeln, was eine positive gedankliche Einstellung fördert und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärkt.

Während es beispielsweise in der Komfortzone des Professors einer Universität liegt vor einer größeren Gruppe von Menschen zu sprechen, treibt es dem ein oder anderen Angestellten die Schweißperlen auf die Stirn, beim bloßen Gedanken daran vor der versammelten Belegschaft die Ergebnisse eines Projekts vorzustellen. Ein leicht erreichbares Zwischenziel könnte also die Vorstellung des Projekts vor dem Coach oder dem eigenen Partner sein.
komfortzone-verlassen-coachingBeim Heraustreten aus der Komfortzone begibt sich unser Klient auf unbekanntes Terrain. Das Unbekannte bringt Ängste zu Tage, verursacht Widerstände, oder es entsteht ein komisches Gefühl im Bauch.
Obwohl die Umsetzung während der gemeinsamen Ausarbeitung mit dem Coach realistisch und machbar erscheint, führen die oben erwähnten Faktoren oft zu einem Rückfall in alte Routinen und Gewohnheiten. Die kontinuierliche Unterstützung durch den Coach, gerade auch zwischen den Sitzungen bei der Umsetzung im Alltag ist aus diesem Grund ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Das bedeutet nicht, den Klienten an der Hand zu nehmen und zu führen, denn er kann den Weg nur eigenverantwortlich gehen. Gemeint ist gelegentliche Motivation, das Mut machen, die Erinnerung an den „richtigen Weg“, ein Austausch über die Erfahrung bei der Umsetzung, aber auch Anregung zur Reflexion. Auch die Ressourcenaktivierung beim Klienten trägt dazu bei, die Komfortzone einfacher verlassen zu können. Am für beide Seiten effektivsten und wirksamsten lässt sich das über CleverMemo abbilden. Wie Sie eine Zusatzbegleitung zur nachhaltigen Unterstützung Ihrer Klienten ganz einfach in Ihren bestehenden Prozess integrieren, erfahren Sie in unserer Akademie.

 

 

4 effektive Strategien, mit denen es Ihren Klienten besser gelingt die Komfortzone zu verlassen

1. Lassen Sie es aufschreiben !

Regen Sie Ihre Klienten dazu an, sich seine Ziele, Schritte und innere Hürden oder Blockaden auf dem Weg dorthin bewusst zu machen und zu notieren. Damit ist gemeint, dass der Klient sich Zeit nimmt zu überlegen und formulieren, was ihn bisher von der Umsetzung des Zieles abgehalten hat. Er forscht eigenständig nach den Gründen und entwickelt durch den inneren Dialog eine Lösung aus der Komfortzone herauszutreten.
Ihr Klient hat nun in eigenen Worten schwarz auf weiß was notwendig ist, um die Komfortzone zu verlassen und kann es immer wieder nachlesen. Im besten Fall teilt er seine schriftlichen Gedanken mit Ihnen, damit Sie ihn bestmöglich und individuell auf diesem Weg unterstützen können.

2. Setzen Sie gemeinsam Deadlines

Aus der Komfortzone herauszutreten kostet Überwindung und wir finden immer wieder andere (unwichtigere) Dinge, die wir vorziehen statt an die eigentliche Arbeit zu gehen. Regen Sie Ihren Klienten dazu an ein konkretes Datum, oder einen Zeitraum zu nennen, von dem er der Meinung ist das (Zwischen-) Ziel zu erreichen. Das wirkt wie ein Vertrag zwischen Ihnen und dem Klienten und stärkt die Selbstverpflichtung enorm. Dazu können Sie (oder auch der Klient selbst) in CleverMemo Aufgaben mit einem Enddatum und automatischen Zwischen-Erinnerungen per Mail anlegen.

 

3. Lassen Sie sich von (kleinen) Erfolgen berichten

Vereinbaren Sie mit Ihrem Coachee eine regelmäßige Rückmeldung darüber, wie die Umsetzung einzelner Schritte gelungen ist. Wie das Umfeld reagiert hat, welche Gefühle dabei aufgekommen sind und was besonders gut funktioniert hat. Regen Sie den Klienten an, diese Rückmeldungen regelmäßig und zeitnah (in dem Moment in dem sich passieren) zu geben. So wird nichts relativiert und vergessen. In der folgenden Sitzung kann bei Bedarf näher darauf eingegangen werden. Das stärkt das Vertrauen in den gegangenen Weg und lässt ihn mutiger und weiter voranschreiten.

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4. Langsam herantasten

Die eben erwähnten Erfolge auf dem Weg zum Ziel und raus aus der Komfortzone lassen sich einfacher erreichen, wenn wir das große Ziel in kleinere Zwischenziele unterteilen. Lassen Sie Klienten Zwischenziele erarbeiten, setzen Sie Deadlines dafür und ermutigen Ihre Klienten sich für das Erreichen zu belohnen.
Das Ergebnis muss nicht perfekt sein. Oftmals hält uns der Druck, dass etwas perfekt werden muss davon ab überhaupt zu starten. Aus Fehlern lernt man und sie helfen und bringen uns weiter. Ermutigen Sie Klienten aktiv zu werden und sich bei Fehlern nicht zu verteufeln, sondern daran zu wachsen.

 

2017-05-14T14:54:27+00:00 Oktober, 2016|

About the Author:

Richard Schuy
Gründer von CleverMemo - > Software für Coaching, Beratung & Therapie. So gelingt Ihren Klienten der Transfer in den Alltag nachhaltig

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