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„Streng dich endlich an! Nur wer hart arbeitet, bringt es zu etwas!”

Ein Leitspruch, den viele aus der Kindheit oder den Medien kennen.


„Streng dich an“ ist einer der fünf großen inneren Antreiber, die wir haben. Innere Antreiber können wir uns als Motivatoren vorstellen, die hinter unseren Gedanken, Entscheidungen und Handlungen stehen.

„Streng dich an“ ist eine innere Regel und ein Glaubenssatz, der uns sagt:

 

Nur was hart erarbeitet ist, ist wirklich etwas wert. Aufgeben ist etwas für Schwächlinge!

Leichtigkeit wirkt verdächtig, nach dem Motto „zu schön, um wahr zu sein“.

Verstärkt werden diese Gedanken, wenn Ausdauer und hartes Anpacken in der Vergangenheit immer wieder gelobt wurden und wir dadurch lernen, dass Anerkennung erst nach großem Einsatz zu erwarten ist.

 

 


 

Unser Gehirn verknüpft als Anstrengung mit Erfolg und Sicherheit. Mit der Zeit wird daraus ein Automatismus und ein fester Glaubenssatz. Sobald wir eine Aufgabe angehen, schalten wir in diesen Modus und suchen teilweise sogar instinktiv den steinigeren Weg und vernachlässigen mögliche Abkürzungen, die uns das Leben leichter machen würden.

Wir erhöhen den Aufwand sogar, packen noch eine Schippe drauf und fühlen uns erst dann auf dem „richtigen“ Kurs.

 

  • „Wer schön sein will, muss leiden.“

  • „No pain, no gain“

  • “Ohne Fleiss kein Preis”

  • „Von nichts kommt nichts.“

 

Im Alltag hat dieser Antreiber durchaus seine Vorteile:

Wir bleiben dran, wenn andere längst aufgeben würden, und ziehen Projekte mit Biss und hoher Arbeitsmoral durch. Das sind echte Stärken – Zielstrebigkeit, Resilienz und verlässliches Engagement.

Der „Streng dich an“-Antreiber kann aber auch leicht außer Kontrolle geraten.

Dann verwechseln wir Aufwand mit Wirkung, arbeiten immer länger, lassen Pausen aus und vernachlässigen die nötige Erholung oder soziale Kontakte.

Erfolge fühlen sich nur kurz gut an; schnell meldet sich das Gefühl, noch nicht genug getan zu haben oder wir gehen direkt das nächste Projekt an, ohne kurz durchzuatmen. So entsteht das Bild, Erfolg sei nur durch übertrieben harte Arbeit möglich – und das Risiko von Erschöpfung oder sogar Burnout wächst.

Um diese „Streng dich an“- Momente verlässlich zu erkennen, lohnt es sich, die metakognitiven Fähigkeiten zu trainieren. Das bedeutet wir begeben uns bewusst in die neutrale Beobachterperspektive und leben dadurch wahre Achtsamkeit.

 

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Wir sollten uns diese Stärke bewahren, ohne dass sie zum zwanghaften Automatismus wird, der all unser Tun beeinflusst.

Dazu richten wir am besten einen achtsamen Blick auf Wirkung statt auf reinen Einsatz:
Was bringt mich wirklich voran und worauf kann ich verzichten?

Wir planen feste und unverhandelbare Erholungszeiten ein. Außerdem erlauben wir uns auch mal den einfacheren Weg zu gehen, statt jeden Handgriff selbst zu machen.

 

Die Zauberworte lauten hier: Automatisieren, Delegieren, Weglassen!

Am Ende des Tages lautet die Frage dann nicht, „Wie sehr habe ich mich angestrengt?“, sondern „Welche Ergebnisse habe ich heute erzielt?“

Wenn etwas leicht geht, würdigen wir das bewusst, statt misstrauisch zu werden. So bleibt „Streng dich an“ eine Kraftquelle für Resilienz und Durchhaltevermögen. Wir vermeiden, dass übertriebene Härte unsere Gesundheit und Beziehungen negativ beeinflusst.

 

Hier finden Sie fünf Profi-Coaching Tools, um die inneren Antreiber bewusst zu nutzen und zu kontrollieren.

 

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Weitere Quellen und Ressourcen: