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„Das geht noch besser! Es ist erst erledigt, wenn es perfekt ist!“

Vielleicht kennen Sie diese innere Stimme, die immer wieder dafür sorgt, dass wir uns in Details verlieren. Jeder Schritt ist genauestens geplant, jede Eventualität berücksichtigt und gefühlt ist nie etwas zur vollsten Zufriedenheit abgeschlossen.

„Sei perfekt“ ist einer der fünf großen inneren Antreiber, die wir haben. Innere Antreiber können wir uns als Motivatoren vorstellen, die hinter unseren Gedanken, Entscheidungen und Handlungen stehen.

 

„Sei perfekt“ ist eine innere Regel, die uns warnt:

Fehler müssen vermieden werden, erst makellos ist wirklich gut und akzeptabel!

 

Die Wurzel dieses Antreibers liegt häufig in unseren jungen Jahren:

Immer wenn wir fehlerfrei waren haben wir Lob bekommen oder bei Fehlern Kritik geerntet. Auf diese Weise hat unser Gehirn gelernt, dass Perfektion uns Sicherheit und Anerkennung als Lohn verspricht.

 


Mit der Zeit hat sich daraus eine Automatik entwickelt.

 

Der Antreiber „Sei perfekt“ dient uns in vielen Bereichen unseres Lebens. Er sorgt dafür, dass wir Dinge mit hoher Qualität, Sorgfalt und Verlässlichkeit erledigen. Er ist besonders wertvoll bei wichtigen und heiklen Aufgaben. Doch problematisch wird es dann, wenn er zum Dauerbegleiter wird und wir ihn nicht mehr unter Kontrolle haben.

Wir suchen dann bei jeder Kleinigkeit nach möglichen Mängeln und sind nie mit unseren Ergebnissen zufrieden. Die Angst für Fehler oder kritisiert oder sogar bestraft zu werden, führt zu Dauerstress.

Im Alltag zeigt sich das so: Die eigene Messlatte wird unrealistisch hoch angesetzt, Entscheidungen dauern länger oder werden aufgeschoben, wir kontrollieren alles mehrfach und sind trotzdem nie wirklich mit dem Ergebnis zufrieden.

 

Selbst wenn wir fertig sind, hält die Erleichterung nur kurz an. Der Blick springt meist sofort zu dem, was noch besser ginge.

 

Unser ständiger Stress verstärkt das Muster sogar noch: Selbstzweifel werden lauter und die Arbeit fühlt sich schwer an. Das ist anstrengend und kostet jede Menge Energie. Aus dem inneren Antreiber wird ein innerer Quälgeist.

Der erste Schritt zu einem besseren Umgang ist es also ihn achtsam wahrzunehmen und den Pause-Knopf zu drücken, wenn er sich mal wieder meldet. Im nächsten Moment können wir dann mit kühlem Kopf entscheiden, ob er genau jetzt dienlich oder uns eher hindert.

Um diese Situationen verlässlich zu erkennen, lohnt es sich, die metakognitiven Fähigkeiten zu trainieren. Das heißt wir begeben uns bewusst in die neutrale Beobachterperspektive und leben dadurch wahre Achtsamkeit.

 

Es muss nicht immer alles perfekt sein!

 

Ein guter Anhaltspunkt ist hier, sich an die bekannte 80-20Regel zu erinnern, die uns sagt, dass für die meisten Aufgaben 80 % Perfektion völlig ausreichend sind, um zufriedenstellende Ergebnisse zu bekommen.

Mit der richtigen Technik wird aus einem unbewussten Automatismus, der uns Probleme bereitet eine gezielt genutzte Fähigkeit, die wir dann einsetzen, wenn sie uns dient.

Hier finden Sie fünf Profi-Coaching Tools, um die inneren Antreiber bewusst zu nutzen und zu kontrollieren.

 

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Weitere Quellen und Ressourcen: