Vielleicht kennen Sie die innere Stimme, die sich im Alltag immer wieder meldet und sagt:
„Beeil dich. Das musst du möglichst schnell fertig bekommen!”
„Beeil dich“ ist einer der fünf großen inneren Antreiber, die wir haben. Innere Antreiber können wir uns als Motivatoren vorstellen, die hinter unseren Gedanken, Entscheidungen und Handlungen stehen.
„Beeil dich“ ist wie ein kleines Männchen, das mit einer Stoppuhr auf unserer Schulter steht und flüstert:
„Die Zeit ist knapp, du musst schneller sein.“
Dieser Antreiber entsteht oft, wenn Schnelligkeit regelmäßig belohnt wurde – etwa durch Anerkennung für rasche Ergebnisse oder aber auch durch den Druck, „nicht zu trödeln“.
Unser Gehirn verknüpft Tempo mit Sicherheit und Erfolg. Wir versuchen Aufgaben möglichst schnell abzuhaken und sie damit aus dem Kopf zu bekommen. Mit der Zeit wird daraus ein Automatismus. Sobald wir etwas beginnen, geht innerlich die Stoppuhr an:
Wir spüren Dringlichkeit, vernachlässigen die Qualität unserer Arbeit und vergessen oft sogar den ein oder anderen wichtigen Schritt.
Der Antreiber „Beeil dich“ dient uns, weil wir zügig Entscheidungen treffen, anstehende Aufgaben sofort angehen und Vorhaben anpacken.
Doch problematisch wird es, wenn er zum unbewussten Hauptantreiber wird und wir ihn nicht mehr unter Kontrolle haben.
Im Alltag zeigt er sich durch Nervosität und Hektik, wodurch die Gefahr von Flüchtigkeitsfehlern steigt.
Wir werden ungeduldig, hören weniger zu und greifen eher zu schnellen, manchmal oberflächlichen Lösungen. Nach dem Abschluss einer Aufgabe schalten wir kaum ab. Stattdessen stürzen wir uns gedanklich schon auf den nächsten Punkt und malen uns aus, was noch alles ansteht.
Um diese Momente verlässlich zu erkennen, lohnt es sich, die metakognitiven Fähigkeiten zu trainieren. Das heißt wir begeben uns bewusst in die neutrale Beobachterperspektive und leben dadurch wahre Achtsamkeit.
Balance ist der Schlüssel für dem Umgang mit dem inneren Antreiber
Die Lösung im Umgang mit diesem Antreiber liegt darin eine gesunde Balance zu finden und ihn nur dann zu nutzen, wenn die Zeit tatsächlich eine wichtige Rolle spielt.
Wenn wir jedoch merken, dass wir uns zu gestresst fühlen oder die Qualität unserer Arbeit leidet, sollten wir bewusst den Stopp-Knopf drücken und dem inneren Mahner eine Absage erteilen.
So wird aus einem unbewussten Automatismus, der uns schnell Probleme bereitet eine gezielt genutzte Fähigkeit, die uns hilft unsere Aufgaben effektiv und pünktlich zu erledigen!
Hier finden Sie fünf Profi-Coaching Tools, um die inneren Antreiber bewusst zu nutzen und zu kontrollieren.
Weitere Quellen und Ressourcen:
- Innere Antreiber – Dauerstress abbauen und in Balance leben
- Transactional Analysis in Psychotherapy von Eric Berne

